Malagarosinen sind nicht irgendwelche getrockneten Weintrauben. Sei werden sorgfältig in den sogenannten weißen Dörfern in Andalusien gefertigt und zeichnen sich durch einen ganz speziellen Geschmack aus. Doch was ist das Geheimnis hinter den leckeren Rosinen und warum gibt es für sie eine Extra-Herkunftskontrolle?

Welche Rebensorte wird für die Malagarosinen verwendet

Ähnlich wie beim Champagner dürfen für die Malagarosinen nur ganz bestimmte Rebsorten genutzt werden. Es werden lediglich reife und sogar überreife Trauben der Rebsorte Moscatel de Alejandría getrocknet. Die Rebsorte ist auch unter den Bezeichnungen Moscatel Gordo und Moscatel de Malaga bekannt. Heute werden jährlich 180.000 Malagawein und 400.000 Kilo der Malagarosinen produziert.

Besonderheiten der Malagarosine: Aussehen, Geschmack und Tradition

Das Besondere an den Malagarosinen ist, dass sie sehr groß sind, mit einer dunkelroten Farbe bestechen, viel Saft haben und sogar Kerne besitzen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rosinen sind sie sehr süß und haben ein unverwechselbares würziges Aroma.

Die Herstellung der Malagarosinen blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Mauren bauten in Axarquía, das Hinterland der Provinz Malaga, die ersten Mukatelltrauben an. Später wurden die Rosinen unter anderem auch nach England exportiert, wo sie von Anfang an als Delikatesse galten. Vor allem in den Dörfern El Borge, Moclinejo oder Almácher werden noch heute die Rosinen getrocknet. Dabei folgen die Familien einer mehr als 1.000 Jahre zurückreichenden Traditionen.

Wie wird die Malagarosine hergestellt?

In den August- und Septembermonaten werden die Trauben geerntet. Zu diesem Zeitpunkt haben sie besonders viel Sonne abbekommen und eine herrliche Süße entfaltet. Nach der manuellen Lese muss es sehr schnell gehen. Zwischen Abschneiden und dem Anfang des Trocknungsprozesses dürfen nicht mehr als 24 Stunden vergehen. Die Trauben werden direkt der Sonne und Luft ausgesetzt, die Trocknung bezeichnen die Einwohner als secado oder pasifiación. Wichtig ist, dass die Becken zur Trocknung nach Süden ausgerichtet sind. Eine leichte Schräglage und eine gute Belüftung verhindern, dass die wertvollen Muskatelltrauben verderben. In der Nacht schützen Planen die Trauben vor Tau und Feuchtigkeit. Die strengen Fertigungsbedingungen verbieten automatische Trocknungsanlagen. Bis zu drei Wochen kann es dauern, bis aus der reifen Traube eine leckere Malagarosine geworden ist. Nach einer weiteren Selektion gelangen die Rosinen in den Handel.

Die Rosinenstraße mit dem Mietwagen abfahren

Mit dem Mietwagen können Sie die sogenannte Rosinenstraße abfahren. Sie führt an den weißen Dörfern Andalusiens vorbei und beginnt in Moclinejo. Weitere Stationen sind:

  • Almácher
  • El Borge
  • Cútar
  • Comares
  • Totalán

Die Rosinenherstellung wird in dem Museum Centro de Estudios de las Pasas y el Vino in Moclinejo genauer erklärt. Auch in Almácher gibt es ein Rosinenmuseum. Wenn Sie im Herbst nach Malaga reisen, sollten Sie sich das Rosinenfest im September nicht entgehen lassen. Am besten mieten Sie sich das Fahrzeug direkt am Flughafen von Malaga. So sind Sie während Ihres gesamten Aufenthalts flexibel. Der Vorteil: Die Station bietet sowohl eine 24h-Abholung als auch eine Rückgabe rund um die Uhr an.